Die Zukunft der Fertigung: nachhaltig und digital

Die Ausgabe 2020 der Smart Manufacturing Week, die sich über fünf aufeinander folgende Tage erstreckte, ermöglichte eine vertiefte Auseinandersetzung mit jedem der im Programm hervorgehobenen Themen. Mit der Unterstützung von Wirtschaftsminister Franz Fayot und der Anwesenheit eines Vertreters der Europäischen Kommission fügt sich diese Veranstaltung natürlich sowohl in die nationale als auch in die europäische Strategie für die Digitalisierung der Industrie ein.

Das Format der Veranstaltung und die Vorbereitungsarbeiten vor jedem der Webinare boten den verschiedenen Rednern die Gelegenheit, sich besser kennen zu lernen. „Einige von ihnen hatten sich noch nie zuvor getroffen und entdeckten mit Interesse, was die anderen taten. Auch dies ist Teil der Stärke von Luxinnovation: Wirtschaftsakteure miteinander in Kontakt zu bringen“, sagt Caroline Muller, Managerin des Luxemburger Clusters Materials & Manufacturing.

Mit drei Rednern pro Webinar hatte jeder genügend Zeit, sich auszudrücken und Fragen zu beantworten. „Die verschiedenen Redner und ihre Präsentationen ergänzten sich sehr gut“, sagt Charles-Albert Florentin, Manager des Luxemburger Cleantech-Clusters.

Eine Chance mehr als eine Bedrohung

Mehr als 320 Personen meldeten sich für die Ausgabe 2020 an, die sich auf neue Technologien und Prozesse konzentrierte. Mehrere Vertreter der verarbeitenden Industrie tauschten ihre Erfahrungen in den Bereichen digitale Transformation, intelligente Prozesse und Nachhaltigkeitsstrategien aus, um die Herausforderungen von morgen zu bewältigen.

„Auf die Frage, ob die Digitalisierung als Chance oder als Bedrohung betrachtet werden sollte, antworteten die Teilnehmer einstimmig: Sie ist eine Chance“, bemerkt Jean-Paul Hengen, Company Relationship Manager bei Luxinnovation.

Die verschiedenen diskutierten Themen hatten auch eine Nachhaltigkeitsdimension, und dies in einem Kontext, in dem Zirkularität heute eine Selbstverständlichkeit geworden zu sein scheint. „Die Krise, die wir erleben, zeigt, dass wir die Dinge ändern müssen und dass wir es jetzt tun müssen“, bemerkt Philippe Genot, Leiter des Luxemburger Holzclusters. „Die Smart Manufacturing Week hat gezeigt, dass es Lösungen gibt, aber dass für ihre Umsetzung ein globaler Ansatz erforderlich ist. Ganzheitliches Denken ist notwendig, um all diesen Lösungen Kohärenz zu verleihen“.

Anthony Auert, Leiter des Luxemburger AutoMobilitäts-Clusters, fügt hinzu: „Die Smart Manufacturing Week hat gezeigt, dass es die Lösungen gibt, aber dass für ihre Umsetzung ein globaler Ansatz erforderlich ist: „Ein zirkulärer Ansatz und die Annahme eines nachhaltigen Ansatzes wird konkrete Geschäftsmöglichkeiten für KMUs schaffen“.